Willkommen bei den Reisenden nach Haithabu

Lager in Warder
Wir sind eine kleine Gruppe Reisender, die sich im Jahre 900 n. Chr. aus verschiedenen Teilen der Region zwischen Nord- und Ostsee aufgemacht hat, um im größten Handelszentrum der Zeit, in Haithabu, ein besseres Leben zu finden.

Die Reisenden nach Haithabu, das sind liebenswerte Familien, geschäftige Handelsleute, fleißige Handwerker, talentierte Gaukler, mutige Kämpfer oder einfach friedfertig Reisende, die einen Teil des mühsamen Weges gemeinsam gehen wollen.

So leben wir in dieser Zeit alle gleichsam und harmonisch in unserem kleinen Lager, obwohl die
Unterschiede groß sind. Denn egal, ob in Lumpen gekleidetes Landvolk, edel gewandete Maiden,
wehrhaft gerüstete Kämpfer oder gaukelnde Jünglinge, haben wir doch alle ein gemeinsames Ziel:
In Haithabu zu Ehre und Recht zu gelangen !

Aber bis dahin ist es für uns alle noch ein recht langer und beschwerlicher Weg.

Gerne laden wir euch ein, uns als Gäste ein Stück des Weges zu begleiten und in unseren Lager zu verweilen. Wir bieten euch Schutzgeleit und Wegzehrung und freuen uns auf eure Geschichten aus aller Welt, um sie im Herzen von Haithabu allen friedvollen und neugierigen Völkern weiter zu erzählen.

(Die Tarper)

Eine von unseren Familien kommt aus Tadorpp (eine kleine Ortschaft, die am Ochsenweg und an der Treene liegt). Der Mann ist ein redlicher Handwerker. In ihrem Dorf wird Eisen gewonnen und verhüttet, mit dem u.a. die Schmieden Haithabus beliefert werden. Der vorrangige Transportweg dafür ist die Treene. Sie verbindet die Ostsee über die Schlei, einen kurzen Landweg und die Eider mit der Nordsee. Der Ochsenweg dagegen ist einer der großen Heerwege, die das Land von Süden nach Norden durchziehen. In Friedenszeiten, wenn die breite Strecke vor allem als Handelsweg genutzt wird, kommen auch viele Kaufleute nach Tadorpp. Wenig erfreulich ist, dass das kleine Dorf in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen durch die Nähe zu diesem großen Heerweg häufig von diesen Ereignissen mit betroffen ist und von wilden und brutalen Kriegshorden heimgesucht wird. Nach Missernten und mehreren kriegerischen Überfällen in der Gegend, kam dann im Frühjahr des Jahres 900 auch noch ein schlimmes Hochwasser hinzu. Nun hat sich der Mann mit seinem Weib und seinen beiden Söhnen auf den Weg gemacht, um im größten Handelszentrum der Zeit, in Haithabu, ein besseres Leben zu finden.

Unterwegs haben sich ihnen dann andere Reisende angeschlossen.

(Die Kieler)

Eine Familie aus dem Grenzgebiet des "Limes Saxoniae". Geflohen vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den holsteinischen Sachsen, den angrenzenden Slawen aus Wagrien und den Dänen aus dem Schleswiger Land. Das Leben in der gerade entstehenden Holstenstadt tom Kyle wird ihnen immer beschwerlicher und so entschließt sich auch diese Familie, bestehend aus zwei wehrhaften Jünglingen, einer lebhaften, gebildeten Maid und einem treusorgenden Vater, ihr Glück in Haithabu zu suchen.
Zu ihnen stieß kürzlich eine Edle aus St. Egidien (ein früherer Teil des im 11. Jhd. gegründeten Norenberc - heute: Nürnberg) im Herzogtum Franken, der der hehre Recke Thore gut zu gefallen scheint. Sie bringt ihre Kunst im Bänder nesteln und dergleichen Fingerfertigkeiten ein, wogegen sie sich gern vor gröberen Arbeiten im Haushalt drückt. Sie träumt von einem Land, in dem es keine Pfaffen gibt, und Haithabu ist ihr als Ziel grad so recht wie jedes andere weit im Norden."

(Gäste)

Oft und gerne haben wir Gäste im Lager der "Reisenden nach Haithabu". Friedliche Reisende sind uns immer willkommen.

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